Kürzlich hat der Generalsekretär der UNO, Ban Ki Moon, sich beklagt, dass er noch nie eine so grosse Anzahl negative Berichte, wie sie im Falle der Lage auf Sri Lanka notwendig waren, an eine Regierung geschrieben hat, was zu den Aufgaben des Generalsekretärs gehöre. Unter dem Strich bedeutete dies jedoch, dass den Opfern die Gerechtigkeit vorenthalten wird.
Mehr als 300’000 Männer, Frauen und Kinder – die Familien sind alle auseinandergerissen – fristen ein Leben in provisorischen Zelten. Diese Konzentrationslager sind umgeben von Stacheldrahtzäunen, die an die KZs der Nazis während dem Zweiten Weltkrieg denken lassen. Doch der Generalsekretär findet weder einen Grund, das Verbot der nunmehr untergegangenen LTTE aufzuheben, noch Druck von Seiten der UNO auszuüben, damit sie ihrer Pflicht nachkommen kann und dringend notwendige Nahrungsmittel und Medikamente liefern kann, noch hört er die HILFERUFE der Tamilen in der Diaspora.
Was damals in Kosovo geschehen ist, das ist tausendfach den Tamilen in Vanni geschehen, während sowohl die UNO als auch die EU völlig blind und überrascht zuschauten. Sogar die Forderung einer Diskussion des Sicherheitsrates erwies sich als Beschwichtigung und Applaudieren der srilankischen Regierung für Verbrechen, die einem Völkermord gleichkommen. Für die Tamilen ist das Verhalten der UNO und der EU-Staaten weitaus schockierender als die Nachricht, dass während den letzten zwei Kriegstagen mehr als 20'000 Menschen umgebracht wurden.
Im Juli 1983 brachte das von der singhalesisch-chauvinistischen Regierung verursachte gewalttätige Pogrom mehr als 3000 unschuldigen Tamilen den Tod, Häuser und Eigentum im Wert von über 300 Millionen Rupien wurden verbrannt und zerstört, tamilische Flüchtlinge flohen auf vier Schiffen in den Norden und Osten von Sri Lanka, um sich zu retten. In der Folge flohen 300'000 Menschen in rund 45 Länder. Es war ein riesiger Schnitt im Leben der Tamilen, der jedoch wenig dazu beitrug, dass der brodelnde ethnische Konflikt eine Lösung fand. Doch das damalige Geschehen ist vernachlässigbar verglichen mit dem Geschehen das seit den letzten Monaten bis in diese Tage andauert.
Mit Unterstützung der indischen Regierung wird in der internationalen Arena eine neue speziell für die Eelam-Tamilen massgeschneiderte Rechtsordnung bzw. Ordnung der Gerechtigkeit eingeführt. Als die Singhalesen 1915 das erste Pogrom durchführten und mehr als 146 Moslems töteten, 405 Moslems verletzten, 85 Moscheen niederbrannten und 4075 Geschäfte von Moslems beschädigten, wagte keine Autorität, mit dem Finger darauf zu zeigen und das ‚Terrorismus’ zu nennen.
Sogar der geschätzte tamilische Politiker Ponnambalam Ramanathan erhob sich, um als Guter Samariter für die verurteilten singhalesischen Anführer, die im Gefängnis der herrschenden britischen Regierung sassen, einzutreten und zu verhandeln. Und so wurde ihnen die Sünde erlassen und im Laufe der Zeit geriet die Geschichte in Vergessenheit.
Die stille und diskrete Wegweisung der Tamilen in den angrenzenden Dörfern und die Ansiedlung von singhalesischen Strafgefangenen und Verbrechern unter Polizeischutz der srilankischen Regierung, wurde nie ‚ethnische Säuberung’ genannt, auch nicht von Top-Politikern.
Die in Malaysia ansässigen Tamilen aus Jaffna kauften als Zeichen ihrer Loyalität zur Britischen Krone und um den Sieg über die Nazis zu unterstützen, einen Flugzeugbomber und übergaben diesen der britischen Royal Air Force. Dieselbe britische Majestät und die Regierung haben zum Völkermord an den Tamilen durch die singhalesische Regierung des Mahinda beigetragen und nennen die Tamilen Terroristen. Es gibt keinen besseren Weg, einen Freund in der Not zu belohnen, als wie die Geschichte von Brutus und Julius Caesar zeigt. Die britische Majestät und ihre Regierung haben soeben genauso gehandelt.
Die Regierung unter Bandaranaike machte 1956 Singhalesisch zur einzigen Verwaltungssprache, im Widerspruch zu Artikel 29(2) der Verfassung von Ceylon. Nicht einmal die tamilischen Rechtsexperten und Volksvertreter wagten es, das Gesetz vor Gericht anzufechten. Und so wurde eine rechtswidrige Handlung des Parlaments als ordentliches Recht angenommen. Die tamilischen Anführer protestierten an jenem Tag, als das Gesetz gültig wurde, friedlich gegenüber dem Parlamentsgebäude: Sie wurden geschlagen und vom Mob in die Face-Lagune in Galle geworfen. Derselbe Mob verbrannte später vor den Augen der Polizei die Geschäfte der Tamilen. Doch es sind die Tamilen, die als Rassisten und Kommunalisten beschimpft werden.
Das Jahr 1958 bildet einen weiteren Meilenstein in den Errungenschaften des singhalesischen Chauvinismus, als sich die Regierung selbst darum kümmerte, vertriebene tamilische Zivilisten in Frachtschiffen in die Nord- und Ostprovinzen zu verschiffen. So billigte die singhalesische Regierung stillschweigend, dass die Tamilen in jene Provinzen gehörten, die ihre angestammte Heimat sind. Nicht nur die Singhalesen, sondern die gesamte Weltgemeinschaft bemüht sich heute, die historisch belegte Tatsache einer tamilischen Heimat zu widerlegen. Die Ironie besteht nun darin, dass die in Italien geborene Sonia Gandhi und der in Pakistan geborene Man Mohan Singh an vorderster Front stehen, um die Souveränität der Ureinwohner, die Eelam-Tamilen, abzulehnen.
Dasselbe Team hat eine neue internationale Ordnung der Gerechtigkeit geschaffen für die Tamilen von Eelam, ein Synonym für Terroristen. Nach Verfolgung eines Programmes genannt ‚Regime change’, beteiligte sich Indien aktiv an der Zerstörung des de-facto-Staates Tamil Eelam und am Völkermord an den Tamilen. Ungeachtet dessen werden die Vereinten Nationen ins Lächerliche gezogen, die Menschenrechtscharta wird entblösst und verliert ihre Kraft indem der UNO Untersuchungen der an den Menschen in Vanni begangenen Kriegsverbrechen verweigert werden.
Die Vereinten Nationen unter der Leitung des Generalsekretärs haben sich als Wespennest von geheimnisvollen Massnahmen weit über das Verständnis von gewöhnlichen Menschen hinaus entwickelt. Es wird berichtet, dass Vijay Nambiyar, Administrator des Generalsekretärs, auf dem Höhepunkt des Krieges in einer Sondermission nach Sri Lanka reiste. Jedermann erwartete, dass ein Waffenstillstand und Friedensgespräche die Folge seines Besuches wären. Stattdessen pendelte er zwischen Colombo und New Delhi und machte sich schweigend aus dem Staub, er erschien nicht einmal vor der UNO.
Was zwischen ihm, seinem Bruder und srilankischem Militärberater, Generalleutnant Satish Nambiyar sowie den Machthabern in New Delhi entschieden wurde, kann nur vermutet werden. Und jene Vermutung ist ein guter ‚Gnadenstoss’ um jede sinnvolle Aktion durch die UNO und die internationale Gemeinschaft zu sabotieren. Ach! UNO, AUCH du?
Die Zahl 13 wird von Menschen aus aller Welt und jeden Glaubens als Unglückszahl betrachtet. Im Falle der Eelam-Tamilen jedoch wird sie von der ganzen Welt als Allheilmittel für von allen Krankheiten befallene Tamilen betrachtet. Es gibt eine konzertierte Anstrengung von den Führern der Welt, die Menschen vom Glauben zu überzeugen, dass eine archaische und impotente Rechtsvorschrift, welche die Tamilen im Jahr 1987 als Option ablehnten, jetzt als wunderbares Mittel dargestellt wird, nachdem in den letzten 22 Jahren Millionen für Waffen und Munition ausgegeben wurden, mehr als 100'000 Menschen getötet, 50'000 Menschen verstümmelt und mehrere tausend Menschen verschleppt wurden, die vermutlich aussergerichtlich ermordet wurden.
Jetzt gedenken die Eelam-Tamilen an die Massaker von 1983 als ob jene die schlimmsten ihres Lebens gewesen wären. Bei jeder Wende der Ereignisse kann man feststellen, dass Massaker institutionalisiert und täglich durchgeführt werden, im Leben eines jeden tamilischen Hindus, Moslems oder Christen. Die singhalesische buddhistische Mehrheit ist bereit, gestärkt durch das Elixier des gewonnenen Krieges, ihre Pläne der Unterdrückung, der ethnischen Säuberung und demographischen Neuplanung einer Version des Völkermordes, wie aus dem Lehrbuch durchzuführen.
Daher bezahlen die Eelam-Tamilen seit Beginn des 20. Jahrhunderts und bis in das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts teuer mit ihrem wertvollen Leben, ihren Verdiensten, Ersparnissen und Eigentum, gefangen in Konzentrationslagern von den Singhalesen, von Indien, China, Pakistan, mit dem Segen der USA, von England, Russland und Frankreich. Praktisch alle Regierungen weltweit haben kooperiert und zusammen gewirkt beim Zerstören des de-facto-Staates der Eelam-Tamilen und deren LTTE-Führung.
Um aus dieser Schuld der kollektiven Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu entkommen, möchten alle in irgendeiner Weise jeden Schmutz unter den Teppich wischen und mit einem unschuldigen Lächeln die Menschen der Welt zum Narren halten. Mit Unterstützung der indischen Regierung ist in der Welt eine endgültige neue Ordnung entstanden, welche die Tamilen anders zu beurteilt. Es kann nur noch die Überraschung geben, dass die UNO je eine Untersuchung der Kriegsverbrechen in Sri Lanka durchführt. Lasst uns deshalb fest bleiben in unserem Entschluss, eine transnationale Regierung von Tamil Eelam zu bilden und unseren Kampf für einen unabhängigen Staat Tamil Eelam im Norden und Osten von Sri Lanka weiterzuführen. |